Geschichte und Aktuelles der Kellermühle

Die Kellermühle befindet sich etwa einen Kilometer außerhalb des Ortskerns Mainbernheim in Richtung Iphofen am Fuß des Steinbergs. Sie trug, in Anlehnung an Besitzer und Standort, im Laufe der Jahrhunderte sechs verschiedene Bezeichnung: „Burleinsmühle“ (die zeitlich neueste Bezeichnung kommt vom Namen der Familie, in deren Besitz die Mühle zwischen 1830-1963 über 130 Jahre gewesen ist), „Kellermühle“ (Auf einer Inschrift an einem der Wohnhäuser war über den brandenburgischen Amtskeller Martin Miltenberger zu lesen, er habe die Mühle im Jahr 1612 für sich und die Seinen erbaut,.), „Klostermühle“ (Die Bezeichnung geht auf das Kloster Ebrach zurück, das bis 1693 Lehnsherr der Mühle war.), „Mittelmühle“ (aus der Zeit, als es in Mainbernheim „nur“ drei Mühlen gab), „Dornheimer Mühle“ (stammt aus der Zeit, als der Fuchs von Dronheim 1410 Lehnsherr der Mühle war) und schließlich „schöne Mühle“ (weil sie in Bezug auf Größe und Einrichtung als schönste Mühle entlang der Sicker galt). Die Mühle war also zu dem Zeitpunkt, an dem Martin Miltenberger hier 1612 um- oder angebaut hatte bereits 250-300 Jahre alt! Bis zu ihrer Stilllegung 1921 hatte die Mühle als Kundenmüllerei die Gebiete Mainbernheim, Fröhstockheim und Rödelsee als Einzugsgebiete. Im April 1992 eröffnete Dr. med. Peter Winkler hier nach umfangreichen Um- und Anbauarbeiten seine Hausarztpraxis mit einer Sprechstundenhilfe und führte diese bis Ende 2022 für 30 Jahre, davon 20 Jahre mit Ulrike von Schultzendorff.

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